Hier unser Gildenforum! Die Schattenjäger stehen für spaß am Spiel und eine freundliche community!
 
StartseiteStartseite  KalenderKalender  GalerieGalerie  FAQFAQ  SuchenSuchen  MitgliederMitglieder  NutzergruppenNutzergruppen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Teilen | 
 

 Schattenjäger - Kapitel 11

Nach unten 
AutorNachricht
Hamrock
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 66
Anmeldedatum : 29.03.10

BeitragThema: Schattenjäger - Kapitel 11   Sa Aug 07, 2010 9:27 pm

Und hier das 11. Kapitel noch nicht fertig

Kapitel 11

Hamrock blickte von der Reling der Himmelsbrecher auf das Schlachtfeld unter sich. Die Streitkräfte der schwarzen Klingen und Allianz waren stark geschwächt. Er hoffte, dass die Orcs am Portal mehr Glück hatten und so ehrenhaft sein würden die Allianz hier zu unterstützen. Wenn nicht, würden sie die Schlacht auf jeden Fall verlieren, zumal ihre Chancen ohnehin schon mehr als schlecht standen. Das Problem in dieser Schlacht war, dass die Untoten vor allem Zahlenmäßig überlegen waren und verschlimmernd dazu kam noch, dass die gefallenen Sterblichen sofort durch die Totenbeschwörer der Geißel als untote Sklaven wiedererweckt wurden. Dem Licht sei dank hatten sie das Gargoyleproblem in den Griff bekommen. Das gab Hamrock die Gelegenheit zumindest ungehindert über eine Strategie nachzudenken. Natürlich mussten zuerst die Totenbeschwörer weg. Doch Hamrock vermutete, dass sie nicht die einzigen waren die die Toten erweckten. Nach seiner Theorie schien sogar irgendeine Seuche im Boden die Toten automatisch wiederauferstehen. In dem Fall gab es keine Möglichkeit die Fähigkeit des Wiedererweckens außer Kraft zu setzen. Das bedeutete, dass man die Leichen für die Geißel unbrauchbar machen musste. Die schnellste Methode hierfür, und nebenbei auch die einzige, die die Geister der Gefallenen nicht schändet, wäre das Verbrennen. Nur wie? Mit Brandbomben wären eine gute Wahl, wenn es darum geht größere Anhäufungen von Truppen außer Gefecht zu setzen. Doch um die Leichen zu verbrennen… das Risiko lebende Soldaten zu verbrennen war zu groß. Doch Hamrock behielt die Möglichkeit im Hinterkopf. Der einzige Weg, dass Risiko eigene Truppen zu töten zu umgehen, war also die Leichen einzeln zu verbrennen. Die einzigen die dazu imstande waren, waren die Magier. Doch von denen waren nur noch sehr wenige übrig. Dennoch war es die einzige Lösung.
Hamrock sah sich nach einem Greifenreiter um. Die tapferen Zwerge hatten, dem Licht sei dank, nur sehr wenige Verluste erlitten. Ein braunbärtiger Zwerg flog gerade mit einem Kampfschrei an Hamrock vorbei. Der Luftstoß des Flügelschlags seines Greifen hätte Hamrock fast umgeworfen. Er rief den Zwerg zu sich. Dieser machte eine spontane Kehrtwende mit seinem Greifen und landete gekonnte auf dem Deck der Himmelsbrecher.
„Ja, Kumpel?“, tönte seine typisch raue Zwergenstimme noch bevor sein Greif richtig ins stehen gekommen war.
„Ihr müsst für mich eine Nachricht an die Bodentruppen weiterleiten.“, erklärte Hamrock so laut wie möglich damit er zwischen den Kanonenschüssen noch zu hören war. „Sie sollen ihre Angriffe nach Möglichkeit auf die Totenbeschwörer konzentrieren. Außerdem sollen die Magier jede Leiche verbrennen, welche für die Geißel noch von wert sein könnte. Dann sollen sich die Greifenreiter hier versammeln. Wir haben womöglich einen effektiveren Weg gefunden die Untoten zu bekämpfen.“
Mit einem grunzen nickte der Zwerg und machte sich auf der Stelle auf den Weg. Hamrock hingegen machte sich schnellen Schrittes zur Brücke auf um mit dem Kapitän des großen Luftschiffes zu sprechen. Er lief die Schmale aber lange Holztreppe hinauf und befand sich nun auf einem kahlen Holzdeck. Einzig und allein das Steuerrad stand hier. Ein großer aber schlaksiger Mann stemmte sich dagegen. Sein grauer Vollbart wehte im Wind. Sein schwarzer Frack, der mit einem goldenen Siegel Sturmwinds bestickt war, und der typische Kapitänshut indentifizierten ihn als die Person nach der Hamrok suchte. Er wand sich ihm zu. „He, Captain!“, rief er, immer noch gegen den Kanonenlärm arbeitend. „Wo find‘ ich eure Ingenieure?“
Etwas erschütterte das Luftschiff und mit einem Stöhnen warf sich der Captain erneut gegen das Ruder um sein Schiff auf Kurs zu halten.
„Verdammte Untote! Seit uns so’n vermaledeites Gargoylevieh in die Steuerbordturbine geflogen is‘ kriegt das alte Mädchen immer wieder Schlagseite. ‘Tschuldigt Jungchen, was wolltet ihr?“
Der alte Schiffsführer sprach mit der Stimme eines echten Seemannes. Was bei genauerem überlegen verwunderlich war, befanden sie sich doch in der Luft und nicht zur See. Hamrock hegte auf Anhieb Sympathie für den alten Mann. Vermutlich weil er sprach wie ein Zwerg.
„Ich hab nach euren Ingenieuren gefragt. Wo find ich die?“
„Na im Maschinenraum natürlich! Der is‘ direkt auf’m Deck unter uns! Wenn ihr mir…“, erneut rumpelte das Schiff, „Ruhig Mädchen, ruhig!“, rief der Bärtige drückte sich erneut gegen das Steuerrad. „Wenn ihr mir sagt worum’s geht, schick ich meinen Offizier runter!“
„Brandbomben!“, rief Hamrock.
Plötzlich duckte sich der Captain panisch ab und rief: „Wo?!“
Hamrock hätt sich die Hand vors Gesicht schlagen können. „Doch nicht hier!“, rief er. „Eure Ingenieure sollen welche bauen und an die Greifenreiter verteilen!“
„Verdammt sagt das doch gleich! Ihr habt mir ja ‘nen riesen Schrecken eingejagt! Klar, ich geb’s weiter! Das wird die Wildhämmer sicher freuen.“, sagte er und lachte. Auch Hamrock musste schmunzeln.
Plötzlich kam jemand von hinten an und packte ihn an der Schulter. Hamrock drehte sich um und blickte in Janxos Gesicht. Er hatte zwei größere Schrammen an der Wange. Blut lief daraus auf seinen ohnehin schon roten Bart. Ansonsten war er unverletzt.
„Gute Nachrichten, Ham.“, begann er total aus der Puste. „Die Horde hat die Dämonen am Portal zurückschlagen können und stößt jetzt zu uns. Außerdem is‘ da noch was, was du sehen solltest.“ Er bedeutete Hamrock zu folgen. Die beiden liefen die schmale Treppe hinab bis aufs Hauptdeck. Voller Elan lief Janxo zu Reling und wies in Richtung der dritten und letzten kleineren Nekropole. Hamrock erkannte, dass immer wieder Explosionen an der Fassade auftraten. Das waren eindeutig Kanonenschüsse. Aber wo kamen die her? Die Himmelsbrecher war noch zu weit entfernt. Es dauerte nicht lang bis er erkannte was die Schüsse abfeuerte. Ein Luftschiff, so groß wie die Himmelsbrecher selbst kam hinter der sinkenden Nekropole hervor. Das große Luftfahrzeug wurde von zwei großen, roten Zeppelinen getragen, auf denen das Banner der Horde prangte.
„Bei Muradins Bart!“ Hamrock konnte sich den Ausbruch von Überraschung nicht verkneifen. „Die Orgrims Hammer! Dieser Thrall ist ehrenvoller als wir dachten.“
Janxo nickte still aber zustimmend. Doch in seinem Gesicht spiegelte sich auch eine gewisse Ratlosigkeit wieder. Er schien sich zu fragen was denn nun der nächste Schritt sei. Denn jetzt war nur noch die große Nekropole, sozusagen das Mutterschiff übrig. Zweifelsohne befand sich dort der Anführer der Geißel. Hamrock griff einer Frage vor. „Sammel alle verfügbaren Truppen auf dem Schiff ein und bring sie auf Hauptdeck. Und sag den Kanonenschützen sie sollen ein Loch in die Außenhülle der großen Nekropole ballern. Wir gehen rein und knöpfen uns vor, wer auch immer für diese neue Geißel verantwortlich ist.“
Janxo grinste. Er schien sich auf ein bisschen Action zu freuen. Hamrock kannte diese etwas ungestüme Art von ihm zu genüge. Jemand außenstehendes hätte vermutet Janxo würde auf seiner suche nach Ärger blindlings in sein verderben rennen, doch Hamrock kannte ihn besser. Janxo freute sich zwar immer wieder auf eine Gelegenheit sich auszutoben, doch hielt er sich stets Gefahren und Eventualitäten vor Augen und war auf der Hut. Doch trotzdem war Hamrock froh seinen alten Freund nicht alleine gelassen zu haben. Er hoffte nur, dass Janxo ihm nicht vorwerfen würde dass er versuchte ihn zu schonen oder zu schützen. Doch davon schien keine Rede zu sein. „Geht klar.“, rief er über den immer noch herrschenden Lärm hinweg und lief die Treppe hinunter.

Sie materialisierte sich. Vor ihren Augen formte sich langsam das Hauptdeck der Himmelsbrecher. Die Luft hier oben war um einiges besser als unten auch dem Schlachtfeld. Auch wenn sie Untot war, und ihre Sinne getrübt, fiel ihr das dennoch auf. Und sie war froh darüber. Direkt vor sich erkannte sie einen Zwerg der über die Reling blickte. Abgesehen von seinem Körperbau wirkte der Zwerg wie ein Kind das versuchte über einen Tisch zu blicken. Erst als sie sich ganz materialisiert hatte merkte sie an der goldenen Rüstung die der Zwerg trug, dass es sich um Hamrock handelte. Der Paladin drehte sich um und schien leicht überrascht Yashira zu sehen. Die kurzzeitige Verwirrung des Zwergs verflog als er den Magier neben ihr erblickte. Er verstand wohl, dass sie der Magier auf die Himmelsbrecher teleportiert hatte. Sie nickte dem Zauberer dankend zu, welcher sich darauf eine Handbewegung machte. Ein fast nicht erkennbarer Schleier legte sich um ihn und innerhalb weniger Sekunden verblasste er immer mehr bis er gänzlich verschwand. Formlos ging sie auf Hamrock zu, die Kapuze wie immer dicht ins Gesicht gezogen. Sie schämte sich für das, was aus ihr geworden ist. Zwar war sie für eine Todesritterin immer noch recht gutaussehend, doch das war nichts im Vergleich zu dem was ihr früher war. Zumindest sagten ihr das die wenigen Erinnerungen die ihr geblieben waren. Sie klopfte sich den Staub vom Mantel bevor sie dem Paladin gegenübertrat. Eins der wenigen Gebote der Höflichkeit die ihr aus ihrem alten Leben geblieben waren.
„Und?“, Hamrock wollte wissen wie Yashiras kleine Nebenmission verlaufen war. Sie erzählte ihm von den Ereignissen. Von dem Eindringen in Briarius‘ Kopf, über Mal’Ganis, bis hin zum auftauchen des anderen Todesritters. Besonders als der Dämonenlord zur Sprache kam lauschte Hamrock besonders interessiert. Dieser Punkt war wirklich wichtig in dieser Schlacht und bestätigte ihn in seiner Annahme in die Nekropole eindringen zu müssen. Doch als sie erzählte, dass sie die drei anderen Draenei allein zurück gelassen hatte um auf die Himmelsbrecher zurückzukehren machte sich vorerst Empörung auf Hamrocks Gesicht breit. Aber als sie erklärte, dass Briarius tatsächlich über einen Teil der untoten Streitkräfte verfügte und sie der Meinung war hier oben eher gebraucht zu werden verflog dieser Anflug von Entrüstung. Und sie hatte recht. Laut Hamrock würde sie tatsächlich eine wertvolle Ergänzung der Truppen sein die die Nekropole stürmen. Fast alle dieser fliegenden Totenstädte sahen gleich aus und Yashira kannte die wenigen Arten die es von ihnen gab von innen auswendig. Außerdem hatte sie diese durch Briarius‘ Erinnerungen schon von innen gesehen. Sie wusste ganz genau wo Mal’Ganis sich aufhielt.
Noch während Yashira berichtete, landeten nach und nach die Wildhammerzwerge auf dem Deck. Die Brandbomben waren schon bereit und wurden von einigen Gnomen an Deck geschafft und an die Greifenreiter verteilt. Die Pfiffigen kleinen Ingenieure erklärten den Zwergen währenddessen die simple Funktionsweise. Alles was zu tun war, war das Ölgetränkte Stoffbündel samt des Sturmhammers, über den alle Wildammerzwerge verfügten, auf das gewünschte Ziel zu werfen. Die Explosion die vom Hammer ausgelöst wird, entzündet daraufhin das Öl. Eine Methode die in diesem Fall nur für die jemanden in Frage kam, der fähig war etwas aus der Entfernung zu entzünden.
Kaum waren die Zwerge abgezogen, kam Janxo auch schon mit dem Rest der Soldaten an, die sich auf der Himmelsbrecher befanden. „Ungefähr zwei dutzend Mann.“, erklärte er. „Nicht sehr viele aber dafür sind die meisten frisch und unverbraucht. Was man von mir nicht behaupten kann.“ Er lachte und schien trotz der ernsten Lage bei bester Laune zu sein. Hamrock grinste nur um seinen alten Freund nicht zu verärgern. Er war zu angespannt als das er herzhaft lachen könnte.
„Lass sie sich aufstellen. Sind die Kanonen ausgerichtet?“
„Ausgerichtet und geladen. Sie warten nur noch auf den Befehl zu feuern. Keine Sorge, sie werden dich hören.“
Hamrock streckte sich und ließ die Finger knacken. „Dann halt die Männer bereit. Sobald wir andocken nehmen wir den schnellsten Weg zu Mal’Ganis.“

Janxos Augen weiteten sich als er den Namen des Schreckenslords vernahm. Hamrock hatte vergessen, dass Janxo bei der Ausmerzung von Stratholme mitgewirkt hatte. Während dem ersten Auftreten der Geißel in Lordaeron wurde die Stadt von einer Seuche heimgesucht, die die Menschen in Untote verwandelte. Das ganze wurde von Mal’Ganis und einer Organisation die sich Kult der Verdammten nannte in Gang gesetzt. Die Seuche wurde an das Korn von Andorhal weitergegeben, dem Hauptumschlagpunkt für Nahrungsmittel in Lordaeron. Mit der Ausmerzung von Stratholme wollte der damalige Kronprinz und späterer Lichkönig Arthas erreichen, dass sich die Seuche nicht noch weiter ausbreitete. Er plante alle infizierten zu töten bevor sie sich verwandelten um sie vor weiterem Leid zu bewahren. Doch die Paladine des Ordens der Silbernen Hand konnten die Aktion nicht gutheißen. Weil sie sich weigerten unschuldige zu töten löste Prinz Arthas den Orden auf und entließ die Paladine aus seinen Diensten. Hamrock, der ebenfalls dabei war, ging daraufhin ins Exil. Janxo allerdings blieb bei den Männern die an der Ausmerzung teilnahmen. Zwar hielt er die Entscheidung die Bewohner von Stratholme zu töten für fragwürdig, doch er teilte Prinz Arthas‘ Auffassung, dass es nötig war. Die Mission verlief gut, bis sie auf den Urheber des ganzen trafen. Janxo erinnerte sich gut an den riesigen Schreckenslord. Seine schwarzen Flügel, seine gewaltigen Hörner und seine markante tiefe Stimme. Doch der Dämon entkam und forderte Prinz Arthas zu einem Kampf in seinem Reich heraus. Kurz darauf zog Janxo sich einige schwerwiegende Verletzungen zu und konnte so nicht an der Expedition in das arktische Land Nordend teilnehmen. Stattdessen landete er in der Versenkung. Er wand sich dem Alkohol und schaffte es nicht mehr Fuß zu fassen. Bis Hamrock ihn endlich aus seiner Misere befreite. Und dafür war er seinem alten Freund unendlich dankbar. Doch was Mal’Ganis betraf… Janxo hatte nicht erwartet bei dieser Schlacht erneut auf den feigen aber cleveren Schreckenslord zu treffen. Aber was auch immer kommen mag, er war bereit. Zudem war er es leid nichts Bedeutendes seit seinem Abrutsch mehr geleistet zu haben. Das würde er in dieser Schlacht ändern. Und er würde nicht zulassen, dass die Geißel diese Welt erneut überrennt und wenn er dafür sein Leben ließ. Auch wenn er eigentlich nichts weiter als ein tapferer Soldat war.
Eine Reihe von gewaltigen Schüssen riss Janxo aus seinen Gedanken. Die Kanonenkugeln trafen auf die Fassade der Nekropole und sprengten ein großes Loch in das stabile Gemäuer. Die Soldaten hielten sich für einen Gargoyleangriff bereit, doch nichts geschah. Stattdessen hatten sie mühe sich auf den Beinen zu halten als der Captain plötzlich das Ruder rumriss. „Festhalten und bereit machen anzudocken!“, rief er lachend.

Die Orgrims Hammer war ein beeindruckendes Bauwerk. Thoranoc kannte das riesige Schiff. Während er in Nordend stationiert war, wurde das Schiff oft als Lager benutzt. Seit dem hatte sich hier, bis auf einige Reparaturen, nicht viel verändert. Der Blutelfenmagier, der ihn hier her brachte, hat ihn direkt in die Unterkunft des Kapitäns teleportiert. Er sah sich um. An den Rändern des runden Raumes befanden sich Felle und Banner der Horde. Einige Fackeln erhellten den Raum. Der Raum wirkte eher wie ein Thronsaal als wie eine schlichte Unterkunft. Ein mit Fellen bestickter Sitz befand sich im Zentrum des Raumes. Darauf saß ein beeindruckend muskulöser Orc. Über seiner Schwarzen Plattenrüstung trug er den roten Wappenrock der Kriegshymnenoffensive. Seine hellen Hauer bildeten einen harten Kontrast zu seinem Rotbraunen Hautton. Er wirkte fast wie ein Muskelbepackter Dummkopf der außer schlichter Muskelkraft über keine weiteren Fähigkeiten verfügte. Doch Thoranoc und wohl auch jedem anderen Mitglied der Horde, war der Oberanführer der Kriegshymnenoffensive sehr wohl bekannt. Es handelte sich um Garrosh Höllschrei, Sohn des Legendären Grom Höllschrei welcher die Horde von den Fesseln der Brennenden Legion befreite. Der noch relativ junge Orc galt als besonders Streitlustig, war aber auch ein nicht unfähiger Stratege und listiger Gegner.
Thoranoc schlug seine Faust als Salut vor die Brust. Sein grimmig dreinblickendes Gegenüber erhob sich und baute sich vor Thoranoc auf.
„Lage?“, erkundigte sich der etwas größere Orc.
„Das Dunkle Portal ist gesichert und befindet sich wieder in den Händen von Horde und Allianz.“ Bei dem Wort Allianz verzog sich Höllschreis Miene. Damit hatte Thoranoc gerechnet und fuhr unbeirrt fort. Nebenbei hielt er dem Blick seines vorgesetzten stand um keine Schwäche zu zeigen.
„Die Schlacht unter uns wird überwiegend von der Allianz geschlagen, doch auch unsere Krieger befinden sich unter ihnen. Die Gegner sind die Untoten der Geißel. Das Ziel ist ihren Anführer zu vernichten und die große Nekropole entweder zu Erobern oder zu Zerstören.“
Höllschrei strich sich übers Kinn. „Informationen über das weitere vorgehen der Allianz?“
„Dem verhalten ihres Luftschiffs zufolge wollen sie die Nekropole stürmen.“
Ein böses Grinsen legte sich auf den Oberanführer. „Gut.“, sagte er. „Lasst eure Krieger weiterkämpfen. Helft der Allianz nur so weit wie es der Kriegshäuptling befohlen hat. Wir wollen doch keine Verluste unter ihnen vermeiden.“ Hämisch begann der braune Orc zu lachen. Mit einem Wink bedeutete er Thoranoc zu gehen. Er salutierte und wurde wieder auf das Schlachtfeld teleportiert. Thoranoc konnte Höllschrei nicht ausstehen. In seinen Augen waren die meisten seiner hinterhältigen Methoden mehr als Ehrenlos. Der Oberanführer der Kriegshymnenoffensive schreckte dazu vor nichts zurück. In Thoranocs Augen würde er seinen eigenen Kriegshäuptling verkaufen.
Der Blutelf teleportierte Thoranoc direkt zu den Hordischen Truppen im südlichen Teil der faulenden Narbe. Zum einen war dies der Ort wo die Orgrims Hammer ihre Truppen landete. Zum anderen war es ebenfalls die Richtung aus der Thoranoc sein Truppen angreifen lies. Sie waren vom Portal aus um die Bergkette herumgeritten um die Geißel einzukesseln. Zu ihrem Glück kam in dem Moment die Orgrims Hammer und brachte Verstärkung.
Er rief seine Truppen zusammen um sie neu zu formieren. Die meisten seiner Krieger hatten ihre Reitwölfe behalten und ritten zu ihrem Kommandanten zurück. Der Rest lief zu fuß zurück. Es erfüllte ihn mit stolz und Ehre, dass ihm auch die neuen Truppen unterstellt waren. Er lies sie eine Dreiecksformation bilden, um einen Keil in die immer mehr werdenden Untoten zu treiben. Er gab seinem Herold ein Zeichen welcher so stark er konnte in sein Horn blies. Das tiefe brummen ertönte und Thoranocs Truppen befolgten den Befehl auf der Stelle. Sie trieben ihre Wölfe zum Galopp an und wirbelten ihre Äxte und keulen hoch über ihren Köpfen. Und diesmal waren nicht nur Orcs dabei. Auch Trolle und Tauren befanden sich dazwischen. Die Tauren bildeten vor allem die Verteidigungslinien. Aufgrund ihrer großen Massigen Körper waren sie dazu besser geeignet als die kleineren Orcs oder gar ein schlanker Troll. Die Trolle und Blutelfen bewiesen sich besonders im Fernkampf als Effektiv. Die Blutelfen waren hervorragende Magier und Bogenschützen. Auch die Trolle haben sich besonders bei letzterem als äußerst gekonnt erwiesen.
Thoranocs Taktik schien aufzugehen. Die Wolfsreiter der Horde schlugen mit Leichtigkeit eine Schneise in den Haufen von laufenden Knochen. Sofort Rückten die Nahkämpfer nach und hielten die Untoten ab die Lücke zu schließen. Dann kamen die Fernkämpfer die jedem der durchdrang auf der Stelle den Gar aus machte. Der Plan war die Geißel immer weiter einzuengen, damit sie keinen Platz mehr hatte sich auszudehnen. Thoranoc entschied sich dafür als er bemerkte, dass die Allianz eine ähnliche verfolgt. Er hoffte nur, dass sowohl seine als auch die Reihen der Allianz stand halten würden. Im Moment sah es jedoch gut aus.

Das verdammte Faltengesicht hatte sich als stärkeren Gegner bewiesen, als Briarius vermutet hatte. Sein einziges Glück war, dass die wenigen Untoten über die er die Macht hatte, sich als äußerst hilfreich in diesem Kampf erwiesen hatten. Vor allem hielten sie ihm die Angriffe anderer Untoter vom Leib. Blut lief von seiner Schulter aus den Arm runter. Doch noch schlimmer hatte es Nerad erwischt. Dieser Bastard von Todesritte hatte Briarius‘ Bruder in einem unachtsamen Moment aus dem Hinterhalt angegriffen und ihm einen tiefen Schnitt in die Seite verpasst. Wäre Nerad nicht im letzten Moment ausgewichen wäre das vermutlich sein Ende gewesen. Tiarana war bei ihm und versuchte ihn mit ihrer Schamanenmagie zu heilen. Seither war Briarius nur noch damit beschäftigt die beiden zu verteidigen.
Sein Gegenüber sprang ihn erneut an und versuchte ihm mit einem wilden Schwung seiner Waffe den Kopf abzuschlagen. Briarius duckte sich ab, hatte aber dadurch nicht genug Platz sein großes Schwert selbst zu schwingen. Stattdessen rammte er ihm mit einem Kräftigen Schlag den Ellenbogen ins Kreuz. Revan grunzte und stolperte wegen des Schmerzes nach vorn. Das gab Briarius den Platz den er brauchte. Von hinten zog er seine Klinge ruckartig nach vorn und nutzte den längeren Weg um Kraft aufzubauen. Mit dem gesamten Schwung schlitzte die Waffe Revan durch die Rüstung den Rücken auf. Ravan schrie kurz auf. Doch unbeirrt wirbelte er herum und Schlug hart gegen Briarius‘ Klinge. Doch dieser gab nach. Aufgrund des nicht Erwartens dieser Aktion brachte der Schwung seiner eigenen Waffe Revan aus dem Gleichgewicht. Briarius nutzte seinerseits den Schwung den ihm der Hieb gegeben hatte um aus einer Drehung heraus zuzuschlagen. Dieser Schlag traf Revan tief in der Seite. Ein auf dauer tödlicher Stoß. Der Todesritter schrie laut auf. Um ihm keine Pause zu lassen trat Briarius auf der Stelle nach und warf Revan damit um. Der andere Todesritter drehte sich auf den Rücken. Mit wutverzerrtem Gesicht hielt er sich die klaffende Wunde. Briarius trat ihm auf die Brust und sah verächtlich auf das jetzt noch bleichere Gesicht des im sterben liegenden. „Verdammter… Narr!“, spie er mit brechender Stimme. „Du hättest… so viel… Macht haben können.“
„Macht…“, Briarius schnaubte verächtlich. „Macht ist nichts wert wenn man dafür alles aufgibt was man liebt.“ Er warf einen kurzen Blick zu seinen Geschwistern. „Nein, du bist der Narr, dafür, dass du nicht gegen deine Unterwerfung ankämpfst und somit alles aufgibst was du hattest.“, er wurde leiser. „Familie, Freunde all das was du vorher hattest.“
Während er sprach, bemerkte Briarius nicht, dass der am Boden liegende immer noch fest umklammert hatte. Langsam erhob er seine Klinge.
Briarius‘ Gesichtsausdruck wurde wieder wütender. „Und in deinem Wahn tötest du meine Schwester und denkst ich würde es dir nicht Heimzahlen?!“, er legte die Klinge auf Revans Brust. „Aber keine Sorge. Ich gewähre dir einen schnellen Tot. Deine Gräueltaten haben endgültig…“

Revan stach zu. Ein teuflisches, hohles Lachen dröhnte aus seinem Mund, der viel zu weit als eigentlich möglich aufgerissen war, als die Klinge in Briarius Brustkorb eindrang. Blut lief über die Runen bis zum Griff herunter. Er packte Briarius an der Kehle und zog ihn noch näher zu sich heran wobei er das Schwert noch tiefer herein stach. Bis auf wenige Zentimeter zog er das Gesicht vor das seine und lachte ihn dabei imme noch Schadenfroh an. „Lass mich… deinen letzten Atemzug spüren.
„Verdammter… Bastard! Mein Tod… wird gerächt werden…“
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://schattenjaeger.forumieren.de
 
Schattenjäger - Kapitel 11
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Kapitel 14 - 'beyond words'
» Kapitel 08 - "the powers that be"

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Schattenjäger :: Schattenjäger "Buch"-
Gehe zu: