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 Schattenjäger - Kapitel 4

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Hamrock
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BeitragThema: Schattenjäger - Kapitel 4   Di Apr 13, 2010 11:02 pm

Und hier die ersten 4 seiten von Kapitel 4! Diesmal zu beginn nicht kursiv um gegenwart und vergangenheit von einander abzugrenzen

Kapitel 4

„Macht’s gut und passt auf euch auf!“, Jaron Steinschleifer winkte den beiden Draenei hinterher als sie Sternfall wieder verließen. Tiarana winkte zurück und Nerad salutierte.
Langsam gingen sie den langen Pfad nach Süden in Richtung Ewige Warte entlang.
„Also…“, begann Nerad in einem interessierten aber besorgten Tonfall, „Was ist in der Nacht vorgefallen, bevor dich der Fulborg angegriffen hat?“
Tiarana tat einen tiefen Seufzer. „Es… es scheint als hätte sich der Verdacht bestätigt.“
Nerads Augen weiteten sich.
„Wir… wir waren unten in der flüsternden Schlucht um der Sache auf den Grund zu gehen als uns der Schneesturm überraschte…“

In der Nacht des Schneesturms…

„Verdammter Sturm!“, Briarius rief gegen den Lärm des Sturms gegenan, „Wir müssen hier Weg! Wenn hier wirklich Untote in der Nähe sind, sind wir in großer Gefahr! Bleib dicht bei mir!“
Tiarana stemmte sich gegen den Wind, Briarius, direkt neben ihr, tat es ihr gleich. „Weißt du ob wir in die richtige Richtung gehen?“, rief Tiarana ihm zu.
„Nicht wirklich! Ich hoffe nur, dass wir nicht tiefer in die Schlucht hineinmarschieren!“
Plötzlich ertönte ein eigenartiges, röchelndes Geräusch. Tiarana konnte weder ausmachen woher es kam, noch was es war.
„Was zur…?“, etwas hatte Briarius am Bein gepackt, „Spuke!“
Er holte mit seinem großen Zweihandschwert aus und befreite sich von der kriechenden Gestalt.
Tiarana sah sich um. Auf einmal waren überall Spuke. Die kriechenden Untoten hatten sie komplett umzingelt. Die Augen der einäugigen Biester leuchteten durch den Schneesturm hindurch.
Sie griffen an. Zuerst griffen nur wenige auf einmal an. Tiarana schleuderte ihnen Blitze entgegen die sie zurückschleuderten. Doch schon nach wenigen Sekunden standen sie wieder auf und griffen erneut an.
Nerad zerschlug jeden einzelnen Angreifer mit seinem Schwert. „Blitzschläge helfen nicht! Versuchs mit Feuer!“, rief er Tiarana angestrengt zu.
Plötzlich hatte ein Spuk sie am Rücken gepackt. Reflexartig reagierte sie. Flammen loderten in ihren Händen und sie griff nach der Bestie.
Anscheinend überrascht von dem Angriff lies der Spuk von Tiarana ab, was ihm allerdings nichts half, die Flammen hatten auf ihn übergriffen und er ging in Flammen auf.
Wie wild rannte der Spuk umher und sprang in die Massen von Spuken die immer näher Rückten. Die Flammen griffen auf die anderen Spuke über. Tiarana schaltete sofort. „Briarius! Geh zurück!“
„Was hast du vor?“
„Ich werde diese Biester abfackeln!“
„Warte! Wir werden alle in Flammen aufgehen!“
Zu spät. Tiarana hatte bereits einige Flammen willkürlich in die untote Armee geschleudert. Innerhalb kürzester Zeit griff das Feuer auf sämtliche Spuke über. Ein ganzes Flammenmeer entstand binnen weniger Sekunden. Die brennenden Spuke rannten und sprangen Wild durch die Gegend, einige sprangen auf Tiarana und Briarius zu und drohten sie unter sich und den Flammen zu begraben.
Rücken an Rücken standen die beiden, die Monster abwehrend, aneinander.
„Hast du noch so eine tolle Idee?“, Briarius’ sarkastischer Unterton war nicht zu überhören.
„Warte nur ab.“
Tiarana machte einige Bewegungen die darauf schließen ließen, dass sie versuchte die Flammen um sie herum zu kontrollieren. Sie drückte die Arme nach unten. Und tatsächlich: Die Flammen, einschließlich der Untoten an denen sie hingen, wurden zu Boden gedrückt. Die Spuke schrieen und wanden sich vor schmerz.
Dann, ruckartig, riss Tiarana die Arme nach oben. Eine riesige Flammensäule schoss in den Himmel und riss die Spuke mit sich.
Briarius staunte nicht schlecht als Tiarana die Säule kontrolliert wieder zu Boden schnellen lies.
Sämtliche Untote Bestien zerdrückte es unter der lasst anderer oder sie zerfielen zu Asche als das gesamte Feuer zu Boden ging und sich ausbreitete.
Der Schrecken schien ein Ende zu haben. Kein Angreifer war mehr zu sehen, auch kein Leuchten durch den immer noch wütenden Sturm. Doch Briarius war immer noch in Alarmbereitschaft. „Findest du nicht auch das es auf einmal noch Kälter ist als vorher? Tiarana?“
Tiarana war auf die Knie gefallen und atmete schwer. Der letzte Angriff hatte sie fast ihre ganze Kraft gekostet.
„Wir müssen sehen das wir hier wegkommen.“, stöhnte sie.
„Ja, du hast Recht. Brauchst du…“
Eine dunkle widerhallende Stimme unterbrach Briarius: „Niemand, entkommt der Geißel.“
Hektisch sah Briarius sich um. „Zeig dich, elender Hund!“
Etwas leuchtete durch den Schnee hervor. Etwas Blaues.
Während Tiarana immer noch versuchte zu Atem zu kümmern, Stellte sich Briarius schützend vor sie.
Das blaue Leuchten kam näher. Nun erkannte Briarius was es war. Es waren zwei blau leuchtende Augen die durch den Schnee hervorschimmerten.
„Wie töricht. Macht euch auf euer Ende gefasst! Vorläufig…“
Das rote leuchten von Runen schimmerte nun durch den Sturm, sie schienen auf einer Klinge eingraviert zu sein.
Plötzlich sprangen die Leuchtenden Augen auf Briarius zu. Briarius parierte den Schwerthieb mit seiner Klinge.
„Tiarana, renn weg! Ich erledige das hier!“
„Ich kann doch nicht…!“
Tiarana wollte ihrem Bruder helfen als sie zwei Ghule zwischen sie und ihn drängten. Voller Panik stieß sie die Biester mit Blitzschlägen von sich weg und rannte. Sie hörte das Scheppern von Metall, den Klang von sich kreuzenden klingen, und Kampfrufe auf Draeneiisch und einer Sprache die sie nicht kannte. Sie wollte zurück, konnte aber nicht weil die Ghule immer noch hinter ihr her waren also rannte sie weiter. Nur noch leise konnte sie die Kampfgeräusche hören.
Plötzlich ertönte ein Schmerzensschrei. Tiarana wusste es zwar, wollte es aber nicht wissen. Sie wusste, dass der Schrei von ihrem Bruder stammte. Sie wirbelte herum und schleuderte ihren Verfolgern voller Adrenalin Flammen entgegen. Die Ghule rannten, wie auch die Spuke, wild herum als sie verbrannten.
Tiarana zurück in Richtung ihres Bruders. Durch den Sturm leuchteten die Flammen des Kampfplatzes hindurch.
Sie kam an. Der Todesritter stemmte seinen fuß auf den am Boden liegenden Briarius. Briarius drehte ihr den Kopf zu. Er schien nicht sprechen zu können doch sie las es von seinen Lippen ab: „Renn!“
Plötzlich blickte der Todesritter sie an. Sie erschrak. Der Todesritter ließ von Briarius ab, welcher aber nicht aufstehen konnte. Er kam auf Tiarana zu. Diesmal konnte Briarius es aussprechen: „Renn!“
Sie blickte zwischen ihm und dem Todesritter hin und her. Wieder rief er: „Renn!“
Diesmal hörte sie auf ihn. Sie rannte so schnell sie konnte davon. Ohne zurückzublicken rannte sie immer weiter in den Sturm hinein, in der Hoffnung, nicht noch weiter ins Verderben zu laufen und betend, dass Briarius davonkommen würde.
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Hamrock
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BeitragThema: Re: Schattenjäger - Kapitel 4   Mi Apr 14, 2010 10:55 pm

Und hier der Zweite und letzte Teil von Kapitel 4. Das komplette kapitel folgt

„...ich hielt mich dann ein Weile versteckt um mich zu Erholen… dazu hatte ich aber nicht lange Zeit… Plötzlich kam diese Furbolgbestie an… den Rest kennst du ja…“
Nerad lies den Kopf sinken. Nach einer längeren Zeit des Stillen Weitergehens in Richtung Ewige Warte rang er sich dazu durch etwas zu sagen: „Armer Briarius... er war ein starker Krieger… und ein guter Bruder. Mach dir keine Vorwürfe… ihr habt beide das Richtige getan…“
„Ich hoffe nur, dass sie ihm nicht zu einer solchen Bestie machen… oder noch schlimmer… zu einem Todesritter…“
„Nur das Licht weiß, was das Schicksal für ihn bereithielt.“
Gedankenversunken blickte Tiarana über die weißen Hügel und Berge von Winterquell. Der Himmel war klar und blau. Die herrschende Ruhe war fast schon beängstigend, noch nicht einmal der Wind wehte.
Plötzlich bemerkte Tiarana etwas Merkwürdiges hinter einem Hügel aufsteigen. Als sie näher kamen erkannte sie was es war.
„Rauch!“
„Was?“
„Da hinter dem Hügel! Rauch!“
„Das kommt von der Ewigen Warte!“, bemerkte Nerad entsetzt.
Tiarana wusste was das bedeutete. Der Gedanke nahm ihr den Atem. „Falaah!“, sie brachte es kaum heraus. „Wir müssen da hin! Vielleicht können wir unsere Schwester noch retten!“
„Dann müssen wir uns beeilen. Komm!“
So schnell sie konnten liefen sie auf die Ewige Warte zu.
Dort angekommen erwartete sie ein schrecklicher Anblick.
Schon auf dem Weg den Hügel hinauf war der Schnee rot verfärbt vom Blut unschuldiger. Leichen, ob von Trollen, Goblins, Menschen oder Zwergen, lagen überall mit Verzerrtem Gesichtsausdruck herum. Einigen fehlten Körperteile welche wohl aber einige Meter entfernt wieder zu finden waren.
„Verbrenn sie!“
„Was?!“, fragte Tiarana ungläubig.
„Verbrenn sie sonst wird die Geißel sie wiederbeleben und sie werden weitere Seelenlos Sklaven für ihre untote Armee.“
Tiarana verstand was Nerad meinte. Sie warf Flammen auf jede Leiche die ihren Weg kreuzte.
Sie erreichten das Tor das durch die steinernen Mauern der Stadt führte. Schwarzer Nebel waberte dicht über dem Boden. Das Summen von Magie drang in ihre Ohren und der Gestank von Verwesung lag in der Luft. Tiarana wurde übel und sie musste ihren Brechreiz unterdrücken.
Nerad ging an der Wand in Deckung und gab Tiarana ein Zeichen sie solle es ihm gleich tun. Vorsichtig wagte er einen Blick um die Ecke.
„Kannst du etwas erkennen?“, flüsterte Tiarana ihm zu.
„Leichen… und Untote… überall Untote.“, Nerad konnte kaum glauben was er sah. Er hatte zwar bereits viele Geschichten über sie gehört, darüber wie sie aussahen, wie sie sich Bewegten, aber er hatte noch nie wirklich Untote gesehen. Nun wurde auch ihm übel und er musste sich zusammenreißen. „Einige Gebäude stehen in Brand.“
„Woher kommt dieses Summen?“
„Kultisten. Sie beleben jene die sie umgebracht haben wieder.“
„Nerad wir müssen da rein sonst ist es für Falaah zu spät!“
„Wenn es das nicht schon ist…“
Nerad sah sich die wandelnden Leichen näher an. Er suchte nach Falaahs goldener Robe konnte sie aber an keinem der Untoten ausmachen, vielleicht war es doch nicht zu spät.
Plötzlich schimmerte etwas am Boden durch den dunklen Nebel hindurch.
„Ich glaube ich sehe sie!“, sagte er hoffnungsvoll zu Tiarana, „Sie liegt am Boden die Kultisten haben noch nichts mit ihr angestellt.“
„Dann müssen sie da rein bevor sie es tun!“, Tiarana drängte Nerad etwas zu Unternehmen.
„Beruhige dich wir… Pass auf!“.
Ein Ghul war hinter Tiarana aufgetaucht. Vor schreck sprang sie beiseite und wäre beinahe die Hügelwand hinuntergefallen.
Nerad schwang seinen Hammer und zertrümmerte dem Ghul den Schädel.
„Das haben die Kultisten bestimmt gehört.“, sagte Tiarana.
„Deswegen gehen wir da auch jetzt rein.“
Mit erhobenem Hammer stürmte Nerad durch das Steinerne Tor und begann auf Untote und Totenbeschwörer einzuschlagen.
Tiarana stellte sich in den Torbogen und begann Blitze und Flammen auf ihre Feinde zu werfen.
Plötzlich stürmten weitere Kultisten und Ghule aus den Häusern und rannten direkt auf Nerad zu, einige der Kultisten wirkten Zaubersprüche.
So gut sie konnte versuchte Tiarana wenigstens die Kultisten vom zaubern abzuhalten, was sie an die grenzen ihrer Kräfte trieb.
Auf einmal kam ihr eine Idee. Sie stemmte ihre Hände auf den Boden und leitete ihre Energien in die Erde um.
Die Erde riss auf, riesige Steinbrocken erhoben sich aus dem Boden. Tiarana hob die Arme. Mit einer schnellen Armbewegung schleuderte sie die Felsen auf die Kultisten.
Nerad war in Bedrängnis, umzingelt von Ghulen schlug er wie wild auf alles ein was ihm in die Quere kam. Beinahe erschrak er, als ein Felsen den Ghul direkt vor ihm erwischte. Doch unbeirrt dreschte er alles nieder was auch immer ihn Angriff, immer wieder einen blick zu der am Boden liegenden Falaah hinüberwerfend.
„Ich halte das nicht mehr lange durch wir müssen Falaah hier rausholen!“, rief er Tiarana zu.
„Ich gebe dir Rückendeckung!“
Tiarana rannte zu Nerad hinüber, als er Falaah vom Boden aufhob. Den Hammer hatte er wieder auf den Rücken geschnallt.
„Wir müssen uns beeilen ich kann sie nicht weiter zurückhalten!“
„Ich hab sie schon!“
„Dann lauf, wir müssen hier weg!“
Nerad lief in Richtung Stadttor während Tiarana immer dicht hinter ihm blieb und die Ghule mit Blitzen und Feuer zurückdrängte.
Sie liefen aus der Stadt hinaus.
„Versperr ihnen den Weg und dann brenn sie nieder!“
Tiarana lies sich das nicht zweimal sagen. Während Nerad weiter von der Stand weglief, immer noch Falaah tragend, brach Tiarana die Erde unter dem Stadtor auf. Der steinerne Torbogen brach laut krachend zusammen. Doch schon fingen die ersten Ghule an über den Schutt auf die andere Seite zu klettern.
Sie musste schnell Handeln. Sie stachelte die über den Mauern hochragten weiter an. All ihr Energie konzentrierte sie nur auf dieses Feuer, sie würde es genauso machen wie in der Flüsternden Schlucht und wenn es die ganze Stadt in Schutt und Asche legt, es lebte sowieso niemand mehr.
Die Flammensäule stieß nach oben. Wieder wurden Ghule mitgerissen, zahlreiche Bruchstücke von Gebäuden und ähnlichem wurden in die Luft geschleudert.
Sie musste all ihre Kräfte in diesen einen Angriff legen sonst würden die Auswirkungen nicht groß genug sein um alle Untoten zu vernichten. Ihr kam in den Kopf was diese Bestien mit ihrem Bruder gemacht hatten. Erfüllt von Hass und gerechtem Zorn ließ sie die gigantische Säule aus Flammen und Schutt direkt im Zentrum der Stadt zu Boden gehen.
Die Druckwelle ließ sämtliche Gebäude bersten, die Trümmer flogen in alle Richtungen. Selbst die starken Stadtmauern wurden gesprengt und überall hin geschleudert.
„In Deckung!“, rief sie und warf sich gleichzeitig auf den Boden.
Nerad warf sich in den Schnee und schützend auf Falaah.
Als schlussendlich der letzte glühende Brocken zu Boden gefallen war, standen Nerad und Tiarana langsam auf. Langsam ging Tiarana zu Nerad und Falaah hinüber und kniete sich neben sie in den Schnee. Zögerlich fragte sie: „L… lebt sie?“
Nerad lies den Kopf hängen. Tiarana wusste, dass das ein eindeutiges nein war. Sie konnte es nicht glauben. So friedlich wie Falaah dalag konnte man meinen sie würde bloß schlafen.
Sie sah Nerad an. Er legte seine Hand auf Falaahs Stirn und schien ein Gebet zu sprechen, während in Tiarana sich Wut mit tiefer Trauer vermischte.
Nerad war fertig. „Sie wird in Frieden ruhen, die Geißel kann ihr nichts mehr anhaben.“
„Aber die Geißel wird niemals in Frieden ruhen können… Wer auch immer dafür verantwortlich ist, ich werde ihn Jagen und Qualvoll sterben lassen!“, während sie sprach wurde Tiarana immer lauter, Zorn erfüllt ihre Stimme.
„Tiarana du darfst dich nicht von Rachegelüsten leiten lassen…“, entsetzt sah blickte er seine vor Wut bebende Schwester an. Tränen liefen ihre Wangen hinunter.
Tiarana hörte nicht auf ihn. Sie stand auf und schrie ihre ganze Wut so laut sie konnte hinaus.
„Hast du gehört du Monster?! Ich werde dich Jagen und ich werde dich finden! Niemals sollst du ruhe finden!“[i]


Zuletzt von Hamrock am Sa Apr 17, 2010 12:34 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Hamrock
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BeitragThema: Re: Schattenjäger - Kapitel 4   Mi Apr 14, 2010 10:56 pm

Und hier das Komplette Kapitel 4

Kapitel 4

„Macht’s gut und passt auf euch auf!“, Jaron Steinschleifer winkte den beiden Draenei hinterher als sie Sternfall wieder verließen. Tiarana winkte zurück und Nerad salutierte.
Langsam gingen sie den langen Pfad nach Süden in Richtung Ewige Warte entlang.
„Also…“, begann Nerad in einem interessierten aber besorgten Tonfall, „Was ist in der Nacht vorgefallen, bevor dich der Fulborg angegriffen hat?“
Tiarana tat einen tiefen Seufzer. „Es… es scheint als hätte sich der Verdacht bestätigt.“
Nerads Augen weiteten sich.
„Wir… wir waren unten in der flüsternden Schlucht um der Sache auf den Grund zu gehen als uns der Schneesturm überraschte…“

In der Nacht des Schneesturms…

„Verdammter Sturm!“, Briarius rief gegen den Lärm des Sturms gegenan, „Wir müssen hier Weg! Wenn hier wirklich Untote in der Nähe sind, sind wir in großer Gefahr! Bleib dicht bei mir!“
Tiarana stemmte sich gegen den Wind, Briarius, direkt neben ihr, tat es ihr gleich. „Weißt du ob wir in die richtige Richtung gehen?“, rief Tiarana ihm zu.
„Nicht wirklich! Ich hoffe nur, dass wir nicht tiefer in die Schlucht hineinmarschieren!“
Plötzlich ertönte ein eigenartiges, röchelndes Geräusch. Tiarana konnte weder ausmachen woher es kam, noch was es war.
„Was zur…?“, etwas hatte Briarius am Bein gepackt, „Spuke!“
Er holte mit seinem großen Zweihandschwert aus und befreite sich von der kriechenden Gestalt.
Tiarana sah sich um. Auf einmal waren überall Spuke. Die kriechenden Untoten hatten sie komplett umzingelt. Die Augen der einäugigen Biester leuchteten durch den Schneesturm hindurch.
Sie griffen an. Zuerst griffen nur wenige auf einmal an. Tiarana schleuderte ihnen Blitze entgegen die sie zurückschleuderten. Doch schon nach wenigen Sekunden standen sie wieder auf und griffen erneut an.
Nerad zerschlug jeden einzelnen Angreifer mit seinem Schwert. „Blitzschläge helfen nicht! Versuchs mit Feuer!“, rief er Tiarana angestrengt zu.
Plötzlich hatte ein Spuk sie am Rücken gepackt. Reflexartig reagierte sie. Flammen loderten in ihren Händen und sie griff nach der Bestie.
Anscheinend überrascht von dem Angriff lies der Spuk von Tiarana ab, was ihm allerdings nichts half, die Flammen hatten auf ihn übergriffen und er ging in Flammen auf.
Wie wild rannte der Spuk umher und sprang in die Massen von Spuken die immer näher Rückten. Die Flammen griffen auf die anderen Spuke über. Tiarana schaltete sofort. „Briarius! Geh zurück!“
„Was hast du vor?“
„Ich werde diese Biester abfackeln!“
„Warte! Wir werden alle in Flammen aufgehen!“
Zu spät. Tiarana hatte bereits einige Flammen willkürlich in die untote Armee geschleudert. Innerhalb kürzester Zeit griff das Feuer auf sämtliche Spuke über. Ein ganzes Flammenmeer entstand binnen weniger Sekunden. Die brennenden Spuke rannten und sprangen Wild durch die Gegend, einige sprangen auf Tiarana und Briarius zu und drohten sie unter sich und den Flammen zu begraben.
Rücken an Rücken standen die beiden, die Monster abwehrend, aneinander.
„Hast du noch so eine tolle Idee?“, Briarius’ sarkastischer Unterton war nicht zu überhören.
„Warte nur ab.“
Tiarana machte einige Bewegungen die darauf schließen ließen, dass sie versuchte die Flammen um sie herum zu kontrollieren. Sie drückte die Arme nach unten. Und tatsächlich: Die Flammen, einschließlich der Untoten an denen sie hingen, wurden zu Boden gedrückt. Die Spuke schrieen und wanden sich vor schmerz.
Dann, ruckartig, riss Tiarana die Arme nach oben. Eine riesige Flammensäule schoss in den Himmel und riss die Spuke mit sich.
Briarius staunte nicht schlecht als Tiarana die Säule kontrolliert wieder zu Boden schnellen lies.
Sämtliche Untote Bestien zerdrückte es unter der lasst anderer oder sie zerfielen zu Asche als das gesamte Feuer zu Boden ging und sich ausbreitete.
Der Schrecken schien ein Ende zu haben. Kein Angreifer war mehr zu sehen, auch kein Leuchten durch den immer noch wütenden Sturm. Doch Briarius war immer noch in Alarmbereitschaft. „Findest du nicht auch das es auf einmal noch Kälter ist als vorher? Tiarana?“
Tiarana war auf die Knie gefallen und atmete schwer. Der letzte Angriff hatte sie fast ihre ganze Kraft gekostet.
„Wir müssen sehen das wir hier wegkommen.“, stöhnte sie.
„Ja, du hast Recht. Brauchst du…“
Eine dunkle widerhallende Stimme unterbrach Briarius: „Niemand, entkommt der Geißel.“
Hektisch sah Briarius sich um. „Zeig dich, elender Hund!“
Etwas leuchtete durch den Schnee hervor. Etwas Blaues.
Während Tiarana immer noch versuchte zu Atem zu kümmern, Stellte sich Briarius schützend vor sie.
Das blaue Leuchten kam näher. Nun erkannte Briarius was es war. Es waren zwei blau leuchtende Augen die durch den Schnee hervorschimmerten.
„Wie töricht. Macht euch auf euer Ende gefasst! Vorläufig…“
Das rote leuchten von Runen schimmerte nun durch den Sturm, sie schienen auf einer Klinge eingraviert zu sein.
Plötzlich sprangen die Leuchtenden Augen auf Briarius zu. Briarius parierte den Schwerthieb mit seiner Klinge.
„Tiarana, renn weg! Ich erledige das hier!“
„Ich kann doch nicht…!“
Tiarana wollte ihrem Bruder helfen als sie zwei Ghule zwischen sie und ihn drängten. Voller Panik stieß sie die Biester mit Blitzschlägen von sich weg und rannte. Sie hörte das Scheppern von Metall, den Klang von sich kreuzenden klingen, und Kampfrufe auf Draeneiisch und einer Sprache die sie nicht kannte. Sie wollte zurück, konnte aber nicht weil die Ghule immer noch hinter ihr her waren also rannte sie weiter. Nur noch leise konnte sie die Kampfgeräusche hören.
Plötzlich ertönte ein Schmerzensschrei. Tiarana wusste es zwar, wollte es aber nicht wissen. Sie wusste, dass der Schrei von ihrem Bruder stammte. Sie wirbelte herum und schleuderte ihren Verfolgern voller Adrenalin Flammen entgegen. Die Ghule rannten, wie auch die Spuke, wild herum als sie verbrannten.
Tiarana zurück in Richtung ihres Bruders. Durch den Sturm leuchteten die Flammen des Kampfplatzes hindurch.
Sie kam an. Der Todesritter stemmte seinen fuß auf den am Boden liegenden Briarius. Briarius drehte ihr den Kopf zu. Er schien nicht sprechen zu können doch sie las es von seinen Lippen ab: „Renn!“
Plötzlich blickte der Todesritter sie an. Sie erschrak. Der Todesritter ließ von Briarius ab, welcher aber nicht aufstehen konnte. Er kam auf Tiarana zu. Diesmal konnte Briarius es aussprechen: „Renn!“
Sie blickte zwischen ihm und dem Todesritter hin und her. Wieder rief er: „Renn!“
Diesmal hörte sie auf ihn. Sie rannte so schnell sie konnte davon. Ohne zurückzublicken rannte sie immer weiter in den Sturm hinein, in der Hoffnung, nicht noch weiter ins Verderben zu laufen und betend, dass Briarius davonkommen würde.

„...ich hielt mich dann ein Weile versteckt um mich zu Erholen… dazu hatte ich aber nicht lange Zeit… Plötzlich kam diese Furbolgbestie an… den Rest kennst du ja…“
Nerad lies den Kopf sinken. Nach einer längeren Zeit des Stillen Weitergehens in Richtung Ewige Warte rang er sich dazu durch etwas zu sagen: „Armer Briarius... er war ein starker Krieger… und ein guter Bruder. Mach dir keine Vorwürfe… ihr habt beide das Richtige getan…“
„Ich hoffe nur, dass sie ihm nicht zu einer solchen Bestie machen… oder noch schlimmer… zu einem Todesritter…“
„Nur das Licht weiß, was das Schicksal für ihn bereithielt.“
Gedankenversunken blickte Tiarana über die weißen Hügel und Berge von Winterquell. Der Himmel war klar und blau. Die herrschende Ruhe war fast schon beängstigend, noch nicht einmal der Wind wehte.
Plötzlich bemerkte Tiarana etwas Merkwürdiges hinter einem Hügel aufsteigen. Als sie näher kamen erkannte sie was es war.
„Rauch!“
„Was?“
„Da hinter dem Hügel! Rauch!“
„Das kommt von der Ewigen Warte!“, bemerkte Nerad entsetzt.
Tiarana wusste was das bedeutete. Der Gedanke nahm ihr den Atem. „Falaah!“, sie brachte es kaum heraus. „Wir müssen da hin! Vielleicht können wir unsere Schwester noch retten!“
„Dann müssen wir uns beeilen. Komm!“
So schnell sie konnten liefen sie auf die Ewige Warte zu.
Dort angekommen erwartete sie ein schrecklicher Anblick.
Schon auf dem Weg den Hügel hinauf war der Schnee rot verfärbt vom Blut unschuldiger. Leichen, ob von Trollen, Goblins, Menschen oder Zwergen, lagen überall mit Verzerrtem Gesichtsausdruck herum. Einigen fehlten Körperteile welche wohl aber einige Meter entfernt wieder zu finden waren.
„Verbrenn sie!“
„Was?!“, fragte Tiarana ungläubig.
„Verbrenn sie sonst wird die Geißel sie wiederbeleben und sie werden weitere Seelenlos Sklaven für ihre untote Armee.“
Tiarana verstand was Nerad meinte. Sie warf Flammen auf jede Leiche die ihren Weg kreuzte.
Sie erreichten das Tor das durch die steinernen Mauern der Stadt führte. Schwarzer Nebel waberte dicht über dem Boden. Das Summen von Magie drang in ihre Ohren und der Gestank von Verwesung lag in der Luft. Tiarana wurde übel und sie musste ihren Brechreiz unterdrücken.
Nerad ging an der Wand in Deckung und gab Tiarana ein Zeichen sie solle es ihm gleich tun. Vorsichtig wagte er einen Blick um die Ecke.
„Kannst du etwas erkennen?“, flüsterte Tiarana ihm zu.
„Leichen… und Untote… überall Untote.“, Nerad konnte kaum glauben was er sah. Er hatte zwar bereits viele Geschichten über sie gehört, darüber wie sie aussahen, wie sie sich Bewegten, aber er hatte noch nie wirklich Untote gesehen. Nun wurde auch ihm übel und er musste sich zusammenreißen. „Einige Gebäude stehen in Brand.“
„Woher kommt dieses Summen?“
„Kultisten. Sie beleben jene die sie umgebracht haben wieder.“
„Nerad wir müssen da rein sonst ist es für Falaah zu spät!“
„Wenn es das nicht schon ist…“
Nerad sah sich die wandelnden Leichen näher an. Er suchte nach Falaahs goldener Robe konnte sie aber an keinem der Untoten ausmachen, vielleicht war es doch nicht zu spät.
Plötzlich schimmerte etwas am Boden durch den dunklen Nebel hindurch.
„Ich glaube ich sehe sie!“, sagte er hoffnungsvoll zu Tiarana, „Sie liegt am Boden die Kultisten haben noch nichts mit ihr angestellt.“
„Dann müssen sie da rein bevor sie es tun!“, Tiarana drängte Nerad etwas zu Unternehmen.
„Beruhige dich wir… Pass auf!“.
Ein Ghul war hinter Tiarana aufgetaucht. Vor schreck sprang sie beiseite und wäre beinahe die Hügelwand hinuntergefallen.
Nerad schwang seinen Hammer und zertrümmerte dem Ghul den Schädel.
„Das haben die Kultisten bestimmt gehört.“, sagte Tiarana.
„Deswegen gehen wir da auch jetzt rein.“
Mit erhobenem Hammer stürmte Nerad durch das Steinerne Tor und begann auf Untote und Totenbeschwörer einzuschlagen.
Tiarana stellte sich in den Torbogen und begann Blitze und Flammen auf ihre Feinde zu werfen.
Plötzlich stürmten weitere Kultisten und Ghule aus den Häusern und rannten direkt auf Nerad zu, einige der Kultisten wirkten Zaubersprüche.
So gut sie konnte versuchte Tiarana wenigstens die Kultisten vom zaubern abzuhalten, was sie an die grenzen ihrer Kräfte trieb.
Auf einmal kam ihr eine Idee. Sie stemmte ihre Hände auf den Boden und leitete ihre Energien in die Erde um.
Die Erde riss auf, riesige Steinbrocken erhoben sich aus dem Boden. Tiarana hob die Arme. Mit einer schnellen Armbewegung schleuderte sie die Felsen auf die Kultisten.
Nerad war in Bedrängnis, umzingelt von Ghulen schlug er wie wild auf alles ein was ihm in die Quere kam. Beinahe erschrak er, als ein Felsen den Ghul direkt vor ihm erwischte. Doch unbeirrt dreschte er alles nieder was auch immer ihn Angriff, immer wieder einen blick zu der am Boden liegenden Falaah hinüberwerfend.
„Ich halte das nicht mehr lange durch wir müssen Falaah hier rausholen!“, rief er Tiarana zu.
„Ich gebe dir Rückendeckung!“
Tiarana rannte zu Nerad hinüber, als er Falaah vom Boden aufhob. Den Hammer hatte er wieder auf den Rücken geschnallt.
„Wir müssen uns beeilen ich kann sie nicht weiter zurückhalten!“
„Ich hab sie schon!“
„Dann lauf, wir müssen hier weg!“
Nerad lief in Richtung Stadttor während Falaah immer dicht hinter ihm blieb und die Ghule mit Blitzen und Feuer zurückdrängte.
Sie liefen aus der Stadt hinaus.
„Versperr ihnen den Weg und dann brenn sie nieder!“
Tiarana lies sich das nicht zweimal sagen. Während Nerad weiter von der Stand weglief, immer noch Falaah tragend, brach Tiarana die Erde unter dem Stadtor auf. Der steinerne Torbogen brach laut krachend zusammen. Doch schon fingen die ersten Ghule an über den Schutt auf die andere Seite zu klettern.
Sie musste schnell Handeln. Sie stachelte die über den Mauern hochragten weiter an. All ihr Energie konzentrierte sie nur auf dieses Feuer, sie würde es genauso machen wie in der Flüsternden Schlucht und wenn es die ganze Stadt in Schutt und Asche legt, es lebte sowieso niemand mehr.
Die Flammensäule stieß nach oben. Wieder wurden Ghule mitgerissen, zahlreiche Bruchstücke von Gebäuden und ähnlichem wurden in die Luft geschleudert.
Sie musste all ihre Kräfte in diesen einen Angriff legen sonst würden die Auswirkungen nicht groß genug sein um alle Untoten zu vernichten. Ihr kam in den Kopf was diese Bestien mit ihrem Bruder gemacht hatten. Erfüllt von Hass und gerechtem Zorn ließ sie die gigantische Säule aus Flammen und Schutt direkt im Zentrum der Stadt zu Boden gehen.
Die Druckwelle ließ sämtliche Gebäude bersten, die Trümmer flogen in alle Richtungen. Selbst die starken Stadtmauern wurden gesprengt und überall hin geschleudert.
„In Deckung!“, rief sie und warf sich gleichzeitig auf den Boden.
Nerad warf sich in den Schnee und schützend auf Falaah.
Als schlussendlich der letzte glühende Brocken zu Boden gefallen war, standen Nerad und Tiarana langsam auf. Langsam ging Tiarana zu Nerad und Falaah hinüber und kniete sich neben sie in den Schnee. Zögerlich fragte sie: „L… lebt sie?“
Nerad lies den Kopf hängen. Tiarana wusste, dass das ein eindeutiges nein war. Sie konnte es nicht glauben. So friedlich wie Falaah dalag konnte man meinen sie würde bloß schlafen.
Sie sah Nerad an. Er legte seine Hand auf Falaahs Stirn und schien ein Gebet zu sprechen, während in Tiarana sich Wut mit tiefer Trauer vermischte.
Nerad war fertig. „Sie wird in Frieden ruhen, die Geißel kann ihr nichts mehr anhaben.“
„Aber die Geißel wird niemals in Frieden ruhen können… Wer auch immer dafür verantwortlich ist, ich werde ihn Jagen und Qualvoll sterben lassen!“, während sie sprach wurde Tiarana immer lauter, Zorn erfüllt ihre Stimme.
„Tiarana du darfst dich nicht von Rachegelüsten leiten lassen…“, entsetzt sah blickte er seine vor Wut bebende Schwester an. Tränen liefen ihre Wangen hinunter.
Tiarana hörte nicht auf ihn. Sie stand auf und schrie ihre ganze Wut so laut sie konnte hinaus.
„Hast du gehört du Monster?! Ich werde dich Jagen und ich werde dich finden! Niemals sollst du ruhe finden!“
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